360 ° Krisenfest - digitale Zivilschutz-Schulungen der THW-Jugend
Das Projekt der THW-Jugend
Flexibel anwendbar
Für die Szenarien verwenden wir die Software PaneoVR. Damit sind unsere Lehrinhalte überall verfügbar. Sie können sowohl über einen Internetbrowser gespielt werden, und sind damit auf allen Smartphones und Tablets einsatzbereit, als auch mit allen gängigen VR-Headsets über die App von PaneoVR.
Die volle Immersion – also das Hineinfühlen in die Situation – erreichen jedoch nur die VR-Headsets. Trotzdem ist das Angebot damit komplett ortsunabhängig einsetzbar und kann vor allem ohne viel Aufwand und Vorbereitungszeit eingesetzt werden.
Warum ist VR gerade für den Zivilschutz und die Ausbildung von jungen Menschen so wertvoll?
1. Flexibel bei Ort und Zeit
Der größte Vorteil ist die Flexibilität. In der VR können Kinder und Jugendliche verschiedene Katastrophenszenarien erleben und beüben, ohne große Vorplanung. Dies ermöglicht ein „Learning by Doing“, das in der physischen Welt logistisch nur mit Aufwand umsetzbar wäre.
2. Wissen, das bleibt: Der Vorteil der Immersion
Studien zeigen, dass VR-Training herkömmlichen Methoden oft überlegen ist, wenn es um das Lernen von Informationen geht.
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Langzeitgedächtnis: Eine aktuelle Untersuchung der Universität Würzburg (2025) im Bereich der Notfallmedizin bestätigt, dass VR-Trainings zwar kurzfristig ähnliche Ergebnisse wie Videos liefern, aber bei der Langzeit-Wissensretention deutlich besser abschneiden. Das Gehirn speichert das VR-Erlebnis eher als „echte Erfahrung“ ab.
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Fokus und Geschwindigkeit: Laut einer PwC-Studie zu VR-Learning lernen Teilnehmende in VR bis zu viermal schneller als im Klassenzimmer und sind während des Trainings deutlich konzentrierter.
3. Ergänzung statt Ersatz: Die Brücke zur Praxis
VR will die praktische Übung nicht ersetzen, sondern optimal vorbereiten. Kinder und Jugendliche, die einen Ablauf bereits zehnmal virtuell fehlerfrei durchlaufen haben, gehen mit einer ganz anderen Selbstsicherheit in die reale Übung. Diese „kognitive Vorbahnung“ reduziert Stress und erhöht die Erfolgsquote bei physischen Handgriffen. Wer einen Blackout häufig erlebt hat, handelt auch in der realen Situation selbstsicher.
4. Kognitive Fitness für junge Köpfe
Gerade bei Jugendlichen fördert VR nicht nur das Faktenwissen. Die Jenaer „REVERIE“-Studie (2025) zeigt am Beispiel von Sport- und Bewegungsprogrammen, dass immersive VR-Umgebungen die Vernetzung im Gehirn und das Arbeitsgedächtnis stärken können – Kompetenzen, die in einer Stresssituation im Zivilschutz überlebenswichtig sind.