Bei der Eröffnung der Tagung des höchsten Gremiums der THW-Jugend e.V., das in der Regel einmal pro Jahr zusammen kommt, begrüßte Bundesjugendleiter Michael Becker neben den 70 Vertreterinnen und Vertretern aus den Ländern auch Norbert Seitz, Abteilungsleiter im Bundesinnenministerium, den THW-Vizepräsident Gerd Friedsam, den THW-Bundessprecher Frank Schulze, den THW-Landesbeauftragten Dr. Hans-Ingo Schliwienski und Rainer Schwierczinski, den Präsidenten der THW-Landesvereinigung Nordrhein-Westfalen und ehemaligen THW-Vizepräsidenten.
In seinem Vortrag stellte Vizepräsident Friedsam die Entwicklung einer Organisationskultur im THW in den Mittelpunkt. Obwohl das THW als Behörde hierarchisch organisiert sei, habe jeder Standort seine eigene Kultur. Bei 668 Ortsverbänden, den Landesverbänden, der Bundesschule und der THW-Leitung gäbe es eine Vielfalt an Organisationskulturen.
Anschließend berichteten die Bundesjugendleitung und die Referenten von den Arbeitsschwerpunkten in den vergangenen Monaten. Im Zentrum standen dabei die Mitarbeit an der neuen THW-Richtlinie, die Aufnahme in den Deutschen Bundesjugendring und eine Kampagne zur Erhöhung der Übertrittsquote von Jugendlichen in den aktiven Dienst. Zum Abschluss des ersten Tages diskutierten die Delegierten dann an acht Tischen aktuelle Themen, die derzeit die THW-Jugend beschäftigen.
Am Sonntagvormittag setzten die Delegierten ihre Tagung fort und sprachen sich einstimmig dafür aus, dass die THW-Jugend dem „Pressenetzwerk für Jugendthemen“ beitritt. In einem interessanten Vortag skizzierte die Kinderschützerin Imke Mehrkens danach die Bedeutung und die Auswirkungen des neuen Bundeskinderschutzgesetzes. Das am 1. Januar 2012 in Kraft getretene Gesetz dient vor allem dem Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und Missbrauch.
Als Ausblick auf das kommende Jahr stellten zum Abschluss Alessia Sommer und Matthias Berger die ersten Planungen und Überlegungen zum Bundesjugendlager in Mönchengladbach vor. Stellvertretend für das Organisationsteam des dritten Bundesjugendlagers in Nordrhein-Westfalen vermittelten die beiden mit einigen Bildern einen Eindruck von dem weitläufigen Gelände des ehemaligen NATO-Hauptquartiers Rheindahlen und erläuterten die Organisationsstruktur des Zeltlagers.
