28. Mai 2015

Bundesjugendausschuss fordert Integration von jungen Geflüchteten

Beim Bundesjugendausschuss 2015 der THW-Jugend, dem höchsten beschlussfassenden Gremium auf Bundesebene, beschlossen die Delegierten am Sonntag ein Positionspapier zur Unterstützung und Integration von jungen Geflüchteten.

Nach einer intensiven Diskussion verständigten sich die knapp 70 Delegierten auf den Text, der unter anderem die bedingungslose Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention verlangt und die zuständigen Bundesministerien auffordert, die notwendigen finanziellen Mittel für eine erfolgreiche Integration zur Verfügung zu stellen.

Bundesjugendleiter Ingo Henke hatte zuvor am Samstagmittag den 28. Bundesjugendausschusses eröffnet und die Vertreterinnen und Vertreter aller 13 Landesjugenden und mehrere Gäste herzlich in der Hochschule des Bundes in Brühl begrüßt. Andreas Höger, Referatsleiter im Bundesinnenministerium, lobte in seinem Grußwort besonders die positive Entwicklung der Mitgliederzahlen des Jugendverbandes bei den Kindern zwischen sechs und zehn Jahren. Für die THW-Leitung sprach Katrin Klüber, Leiterin der Stabsstelle „Beauftragter für das Ehrenamt“, zu den Delegierten. Weitere Grußworte richteten THW-Bundessprecher Frank Schulze und Dr. Hans-Ingo Schliwienski, THW-Landesbeauftragter für Nordrhein-Westfalen, an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Bundesjugendausschusses.

Ausführlich beschäftigten sich die Delegierten am Samstag mit den Auswirkungen der Satzungsänderungen auf Bundes- und Landesebene für die Ortsjugenden. Mehrheitlich stimmte der Bundesjugendausschuss dafür, im kommenden Jahr im Rahmen der Gruppenförderung (4311) an alle Jugendgruppen, die bereits ihre Satzung entsprechend der Satzungsvorlagen geändert haben und als Mitglied ihrer Landesjugend aufgenommen worden sind, pro Jugendlichen einen Bonus auszuzahlen. Sie bekommen im Jahr 2016 pro Junghelferin beziehungsweise Junghelfer 60 Euro. Alle anderen erhalten einen Betrag von 40 Euro.

Weiterhin erarbeiteten die Delegierten Ideen und Vorschläge, wie die Ziele der Fünf-Jahres-Strategie „+5.000 THW-Kinder“ bundesweit erreicht werden können. Außerdem stellte Niklas Gutknecht, stellvertretender Bundesjugendleiter der Johanniter-Jugend, als praktisches Beispiel der Flüchtlingshilfe die gemeinsame Entstehung der Bauanleitung für eine Handy-Ladestation für Notunterkünfte vor.

 

                   

Bilder: Elke Schumacher, Marcel Edelmann, Michael Kretz