Aktiv für Demokratie und Toleranz
Unter dem Motto „Mach mit! Jugend aktiv für Demokratie und Toleranz“ fanden im Berliner Congress Center, dem zentralen Veranstaltungsort des Jugendkongresses, verschiedene, sehr interessante Workshops unter anderem zu den Themen „Moderner Neonazi“ oder „(Cyber)Mobbing, Hochfahren zum Runtermachen“ statt. Jeden Tag konnten sich die Teilnehmer für jeweils zwei Workshops entscheiden. Dabei bestanden die Workshops nicht nur aus langweiliger Theorie in Seminarräumen, sondern auch aus so genannten Außenforen, bei denen man zum Beispiel das Konzentrationslager Schönhausen oder andere Gedenkstätten besichtigen konnte.
Der Kongress war außerdem eine gute Möglichkeit, um mit Jugendlichen aus anderen Ländern ins Gespräch zu kommen. So waren zum Beispiel auch 30 Austauschschüler dabei, welche aus Indonesien, Chile, Peru, Ecuador, Frankreich, der Ukraine und weiteren Ländern kamen. Somit waren viele Religionen vertreten – ein Hauptgesprächsthema für viele Jugendliche. Zum Beispiel tauschten sich die Teilnehmer über Ängste und Gefühle im Islam aus. Solche Fragen würden sie im Alltag wahrscheinlich nie ansprechen.
Auch für Freizeitaktivitäten war gesorgt, so fuhren die Mitglieder der THW-Jugend zum Berliner Ostbahnhof und gingen dort an der Spree in eine Strandbar an der East Side Gallery. Dort saßen sie zusammen mit den Betreuern in Liegestühlen an einem Lagerfeuer und verbrachten einen lustigen Abend. Später stießen auch andere Kongressteilnehmer zu der Gruppe, dadurch wurden weitere neue Kontakte und Freundschaften geschlossen.
Die Höhepunkte des Kongresses fanden am letzten Tag statt. Am Mittag begann das Programm mit einem ökumenischen Festgottesdienst in dem der Gospelchor des Jugendkongresses sang, dieser bestand aus den Teilnehmern des „Gospel-Workshops“. Es sei ein wirklich schöner und „schneller“ Gottesdienst gewesen, waren sich die Jugendlichen einig, da die Zeit mit viel Musik sehr schnell verstrichen sei. Das zweite Highlight war der „Festakt des Bündnisses für Demokratie und Toleranz“, der im Haus der Kulturen stattfand. Bei dieser Veranstaltung wurden Toleranz-Botschafter dafür ausgezeichnet, dass sie verschiedene Projekte gestartet hatten, um Demokratie oder Toleranz in Deutschland zu stärken. Später trafen sich alle Teilnehmer zur Abschlussparty in der Kalkscheune zum gemeinsamen Feiern und Tanzen.
Der Jugendkongress 2011 war eine wirklich aufregende Zeit in der die Teilnehmer viele neue Freunde aus vielen Nationen und anderen Verbänden gefunden haben. Und die vier Tagen haben deutlich gezeigt wie wichtig Demokratie in unserem Land ist. Für die Mitglieder der THW-Jugend aus Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf, Bottrop, Kiel, Radolfzell, Unna-Schwerte, Weingarten und Wolfenbüttel war es wichtig, mit anderen Jugendlichen zu sprechen, die ebenfalls ehrenamtlich arbeiten.


Lars Tietz
Video des Workshops „Gesellschaftliches Engagement 2.0“
Jugendkongress 2011