Vector of Safety 2019 – eine deutsch-russische Grenzerfahrung

Zum Forum Vector of Safety hatte das Studentische Korps der Retter aus Russland ein Team der THW-Jugend nach Moskau eingeladen. Innerhalb dieser Woche fanden vielfältige Trainings zu Rettungstechniken in Theorie und Praxis, Teamarbeit und Vernetzung statt. Unter großer medialer Begleitung wurde das einwöchige Event in der Nähe von Moskau feierlich eröffnet.

In den ersten Tagen galt es, theoretische Grundlagen der Rettung von Menschen aus Gefahrenlagen zu wiederholen. In Kleingruppen bewerteten und lösten die Teilnehmenden unterschiedliche Aufgaben. In den Abendstunden standen Spiele auf dem Plan, um den Teamzusammenhalt unter den Teilnehmer_innen aus den verschiedenen Ländern zu fördern. Zum Forum gehörten auch vielfältige Vorträge und Seminare. So stellte Albert Wolf als Leiter der deutschen Delegation der russischen Partnerorganisation die gemeinsamen Aktivitäten im Jugendaustausch vor. Das große Interesse an der Zusammenarbeit der Jugendverbände spiegelte sich im Anschluss in den vielen Nachfragen der Zuhörenden wider.

Als Vorbereitung für den praktischen Teil der Übungen wurde viele Themen trainiert und vertieft.

Die große Abschlussübung bildete den Höhepunkt der fachtechnischen Trainings: Das Übungsszenario startete mit zahlreichen Explosionen, Feuer und Verletztendarsteller_innen. Zusammen mit den russischen Kolleg_innen übernahmen die jungen Teilnehmenden aus Deutschland die Rettung und Erstversorgung. Weiter mussten bei einem Verkehrsunfall Verletzte befreit werden. Auch ein Deckendurchbruch, um weitere Verschüttete in Sicherheit zu bringen, stand auf der Aufgabenliste.
Während der 24h-Übung wurden die Teilnehmenden sehr gefordert – die Anstrengung stand allen ins Gesicht geschrieben.

„Das Forum lehrt sie, in einem Team zu arbeiten, und das ist sehr wichtig!“, kommentierte Andrei Gaidarzhi, der Kommandeur des Studentischen Korps der Retter der Ulyanovsk-Regionalabteilung, der an der Beseitigung der Folgen von Waldbränden im Territorium Krasnojarsk beteiligt war. Am Ende der Veranstaltung führten die Instruktoren eine Auswertung der Aktionen mit den Forumsteilnehmer_innen durch.

Bei der Abschlussfeier wurden die siegreichen Teams verschiedener Wettbewerbe zur Medienarbeit und die besten Übungsteilnehmer_innen ausgezeichnet.

Die Gruppe der THW-Jugend hatte die Ehre, das einzige internationale Team unter insgesamt 300 Teilnehmenden zu stellen. „Hier haben alle Mitwirkenden nicht nur wertvolles Wissen und Erfahrung gesammelt, sondern auch neue Freunde gewonnen, lebendige Eindrücke erhalten und sich selbst überwunden!“, fasste Noah Cleuvers aus der Ortsjugend Bad Oldesloe die Erlebnisse der Woche zusammen.